Produkte entwickeln, die auch nachgefragt werden

Produkte entwickeln, die auch nachgefragt werden

Die 3 wichtigsten Fragen an Ihr Produkt
Produktidee finden – Produkt entwickeln – Produkt vermarkten. Dieser Prozess führt Startups nur allzu oft in eine ebenso teure wie aussichtslose Sackgasse. Der Ausweg sind 3 wichtige Fragen, die sich Start-ups vor der Produktentwicklung stellen sollten …
Über ein Drittel aller Startups scheitern, weil die Nachfrage für ihr Produkt zu klein ist oder gar fehlt. Soweit die Erkenntnis aus unserem Artikel „Die 6 größten Fehler gescheiterter Start-ups“.
Doch wie lässt sich ein erfolgreiches Produkt entwickeln? Die Antwort darauf gibt ein hervorragender Artikel von Interaktionsdesignerin und Produktentwicklerin Amy Hoy.
Sie ist verblüffend simpel:
Zuerst das Problem finden, dann erst die Lösung entwickeln. Und zwar anhand dieser 3 Fragen:

Die 3 wichtigsten Fragen an Ihr Produkt

Die 3 wichtigsten Fragen an Ihr Produkt


1. Frage: Wem soll unser Produkt nützen?
Wer ist die Gruppe an Menschen, deren Leben das Produkt bzw. die Dienstleistung leichter machen soll? Und hier kommt Hoy gleich auf den Punkt:

Die beste Zielgruppe ist jene, zu der wir selbst gehören.

Das heißt: Wer also z. B. aus der Reisebranche kommt, sollte auch hier Ausschau nach Marktlücken halten. Warum? Im eigenen Milieu wissen wir Bescheid. Wir bewegen uns auf Augenhöhe. Wir kennen die alltäglichen Probleme. Und haben deshalb einen besseren Blick für ihre Lösung.
Lösungen für unbekannte Zielgruppen zu finden ist ein Luxus, den sich Start-ups schlicht nicht leisten können.

2. Frage: Was wünscht sich unsere Zielgruppe – und was will sie kaufen?
Nun wird es Zeit für die gründliche Recherche im Bereich der ausgewählten Zielgruppe. Bauchgefühl alleine ist in diesem Fall nicht genug, betont Hoy in ihrem Artikel. Auch und gerade wenn Sie „vom Fach“ sind. Wie also vorgehen?

  • Der Zielgruppe zuhören – auf Foren, Konferenzen, Branchentreffen. Was sind ihre Ziele, ihre Sorgen und Nöte?
  • Die gesammelten Informationen ordnen, kategorisieren, zusammenfassen.
  • Besonders wichtig: Wie ist das Kaufverhalten der Zielgruppe? Wird ein Problem nur beklagt, oder besteht echtes (Kauf)interesse an einer Lösung?
  • Erst jetzt wird es Zeit fürs Brainstorming zum zukünftigen Produkt.

Hoy betont hier immer wieder die wichtige Rolle dieser Analysephase. Je fundierter die Datenbasis für das Produkt, desto einfacher die Antwort auf die 3. Frage:
3. Frage: Wie erreichen wir potenzielle Kunden und überzeugen sie vom Kauf?
Die gute Nachricht von Amy Hoy: Wurden die „Hausaufgaben“ gründlich gemacht, steht das Grundgerüst Ihres Marketing- und Vertriebskonzeptes bereits, denn:

  • Sie wissen, wo Ihre Zielgruppe anzutreffen ist – dank Recherche
  • Sie wissen, was Ihre Zielgruppe gerne liest, wo sie kauft, etc. – dank Recherche
  • Sie kennen die Argumente, die Ihre Zielgruppe vom Kauf überzeugen

Das heißt – Sie können sich nun voll und ganz auf zielgruppengerechtes Marketing konzentrieren.
Wie erfolgreiche Marketing-Strategien für Start-ups funktionieren?
Damit beschäftigen wir uns im 3. und letzten Artikel unserer Reihe „Erfolgreich als Start-up“.
Weiterführende Links zum Thema:
Amy Hoys
„How do you create a product people want to buy?“:
https://unicornfree.com/2013/how-do-you-create-a-product-people-want-to-buy