Januar 22, 2019 Peter Ramsenthaler

Lernen von Google: 4 Prinzipien für erfolgreichere Teams

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What is it that makes some teams so effective while others struggle with inefficiencies, conflicts and a general lack of success? These are questions many companies and managers are constantly facing. With their large-scale project „Aristotle“, the online search giant Google decided to get behind the secret of successful teams – and came to amazing, surprisingly easy to implement results…

Wie besetze ich das perfekte Team? Lieber nur Experten, oder gemischt mit themenfremden Außenseitern? Warum scheitern manche Teams aus starken Leistungsträgern, während scheinbar weniger ehrgeizige Mitarbeiter effektiver arbeiten? Fragen, denen sich auch Manager’innen in Google immer wieder stellen mussten – obwohl das Unternehmen bekanntlich über einen Pool herausragender Mitarbeiter’innen verfügt. Mit dem mehrjährigen „Projekt Aristoteles“ wollte man dem Geheimnis schlagkräftiger Teams auf den Grund gehen.

Mit Daten auf der Spur der Gruppendynamik

Über ein Jahr hinweg wurden hunderte Teams auf ihre Effektivität hin untersucht, Daten zu den Charakteristika besonders erfolgreicher Zusammenarbeit erhoben. Trotzdem: Kein eindeutiges Muster ließ sich ermitteln. Im Gegenteil – die Daten wiesen oft in vollkommen entgegengesetzte Richtungen. Dann stieß man auf eine Universitätsstudie, in der die „Kollektive Intelligenz als Leistungsfaktor einer Gruppe“ an 699 Teams untersucht worden war. Die erfolgreichen Teams fielen mit zwei wichtigen Gemeinsamkeiten auf: eine weitgehend gleich verteilte Redezeit für Alle, und eine hohe „soziale Sensibilität“ der Teammitglieder.

Nach drei Jahren Datenanalyse wurden die Ergebnisse den Google-Mitarbeitern präsentiert und von den Manager’innen eingesetzt und deren Erfahrungen weiterentwickelt. So entstand eine Liste an Erfolgsfaktoren, die Teams besser arbeiten lassen.

Erfolgsfaktor Psychologische Sicherheit

Wie wohl fühlen sich Teammitglieder dabei, ihre Meinungen und Ideen zu äußern? Werden sie anerkannt oder von anderen oder gar der Teamleitung unterbrochen, abgewertet, übergangen? Die wenig überraschende und doch profunde Erkenntnis: Die Performance jener Teams, in denen sich alle Beteiligten gleichberechtigt einbringen konnten, ohne negative Reaktionen fürchten zu müssen, war messbar höher. Deshalb ist auch der Aufbau einer persönlichen Beziehung (nicht zu verwechseln mit Freundschaft) besonders wichtig für erfolgreiche Teams. Die Art und Weise hängt von der jeweiligen Persönlichkeit ab. Ein Beispiel: Google Manager Matt Sakaguchi, der seinen bis dahin verheimlichten Kampf mit einer unheilbaren Erkrankung mit seinem Team teilte und so seine Mitarbeiter’innen zu mehr gegenseitigem Verständnis anregte – und damit sein Team zur Einheit machte.

Erfolgsfaktor Verlässlichkeit

Ein der psychologischen Sicherheit verwandter doch eigenständiger Aspekt. Teams, in denen die Arbeitslast gleichmäßig verteilt war sowie die jeweiligen Mitglieder verlässlich an ihrem Teilbereich arbeiteten und Meilensteine einhielten, waren erfolgreicher als jene Teams, in denen man nicht aufeinander zählen konnte. Gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten beflügelt, während empfundene Ungerechtigkeiten auch den High Performer’innen Motivation kostet.

Erfolgsfaktoren Struktur und Klarheit

Wer effektiv arbeiten soll, braucht ein Ziel vor Augen, aber auch Klarheit über die nächsten Schritte. Doch nicht jedes Team braucht gleich viel Struktur – manche funktionieren auch in unklareren Situationen und nach ihren eigenen, flexibleren Regeln. Struktur sollte also nicht einfach übergestülpt, sondern zunächst gemeinsam und im Sinne der psychologischen Sicherheit verabschiedet werden. Hier sind wie auch bei den anderen Faktoren die Vorbildwirkung und das Feingefühl im Management gefragt.

Erfolgsfaktoren Sinn und Impact

Persönliches Engagement entsteht vor allem dann, wenn das Ergebnis auch einen größeren Sinn für das Unternehmen oder gar für den/die Mitarbeiter’in selbst bedeutet. Diesen Sinn und den Impact, den das Team mit der gemeinsamen Arbeit hat, zu Beginn und immer wieder zu kommunizieren bzw. Kurskorrekturen vorzunehmen, ist wiederum Aufgabe für das Management. Und auch hier zählen nicht so sehr die Worte. Nichts ist überzeugender als Werte und Regeln, die auch täglich gelebt werden.

 

Die MARMIND Top Tipps für erfolgreichere Arbeit im Team

Sorgen Sie für psychologische Sicherheit – Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Meinungen und Ideen frei und ohne Furcht vor negativen Reaktionen oder „Fehlern“ geäußert werden können.

Legen Sie gemeinsam Strukturen fest – Etablieren Sie klare Ziele und Spielregeln für alle, von Anfang an.

Vermitteln Sie Sinn und Impact – Warum arbeiten wir an unserem Ziel? Und was haben wir erreicht? Das zu wissen, motiviert.

 

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Dieser Artikel basiert auf den unten angegebenen Quellen:

https://www.nytimes.com/2016/02/28/magazine/what-google-learned-from-its-quest-to-build-the-perfect-team.html?_r=0

https://www.fastcompany.com/90218743/this-google-manager-shares-his-secrets-for-building-an-effective-team


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