Warum große Unternehmen schon vor der Krise auf Marketingtechnologie setzten – und jetzt die Nase vorne haben

Warum große Unternehmen schon vor der Krise auf Marketingtechnologie setzten – und jetzt die Nase vorne haben

Okay, okay. Die wenigsten Marketer haben zu Beginn der Krise ihren Marketingplan auf einem Stück Pergament neu skizziert. Aber nur weil die Excel-Files mit den Marketingplänen seit neuestem auf SharePoint liegen, gehört man nicht unbedingt zu den Digitalisierungsvorreitern, oder? Echte digitale Transformation bedeutet mehr, als ein paar neue Tools einzuführen. Unternehmen, die bereits vor der Krise auf prozessübergreifende Marketingtechnologie gesetzt haben, waren klar im Vorteil, als es hieß: Einmal komplett neu planen, bitte!

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Die Coronakrise hat uns allerhand Veränderungen beschert. Eine handfeste Rezession und Einschränkungen in vielen Lebensbereichen wären da zu nennen. Neben vielen Unannehmlichkeiten scheint die Krise aber auch einige positive Effekte zu haben. Beispielsweise war in den letzten Monaten viel von einer krisenbedingten Beschleunigung der Digitalisierung die Rede.

So legt eine eco-Umfrage vom April nahe, dass neben sozialen Medien und Online-Shopping vor allem Technologien für Homeoffice und digitales Arbeiten durch die Krise vermehrt genutzt werden. Tatsächlich scheinen viele Unternehmen in digitale dezentrale Infrastruktur zu investieren.

Nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass in vielen Branchen zeitweise flächendeckend im Homeoffice gearbeitet wurde.

In der Krise dient Digitalisierung also nicht mehr länger nur dazu, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, sondern ist für viele Unternehmen zu einer absoluten Notwendigkeit geworden, um den Betrieb weiterhin aufrecht zu erhalten.

Das Problem dabei: Viele Unternehmen haben ein schwammiges Konzept von Digitalisierung. Denn obwohl der Begriff bereits vor der Verbreitung des Coronavirus in aller Munde war, stellen wir bei der Einführung unserer MRM-Software in Großunternehmen immer wieder fest, dass zwar unzählige digitale Lösungen im Einsatz sind, diese jedoch als Insellösungen fungieren und nicht miteinander interagieren.

Überraschend ist auch, dass z.B. im Jahr 2018 nur ein Fünftel aller deutschen Firmen kostenpflichtige Cloud-Dienste nutzte, um Mitarbeitern Zugriff auf Daten und Anwendungen zu geben. Das dürfte sich spätestens beim flächendeckenden Umstieg auf Homeoffice bitter gerächt haben.

Klar, kein Marketer ist zu Beginn der Krise mit frisch gespitztem Federkiel über einem Stück Pergament gesessen, um den gesamten Kampagnenplan zu überarbeiten.

Aber nur weil das Excel-Sheet mit dem neuen Marketingplan seit neuestem auf SharePoint liegt und damit für alle im Team zugänglich ist, gehört man noch lange nicht zu den Digitalisierungsvorreitern.

Digitalisierung bedeutet nämlich nicht nur – wie der Begriff nahelegen würde – manuelle Arbeitsschritte mithilfe von Software zu digitalisieren.

Echte digitale Transformation zielt darauf ab, Prozesse mit der jeweils am besten geeigneten Software standardisiert abzubilden und im nächsten Schritt die verschiedenen Softwarelösungen miteinander zu verknüpfen, um durchgängige Prozesse zu gewährleisten. Denn effizientes Arbeiten ist nur möglich, wenn es keine Brüche zwischen verschiedenen Systemen gibt.

Was heißt das nun für Marketingabteilungen und was hat MRM (Marketing Ressource Management) damit zu tun?

Marketer standen zu Beginn der Krise vor zweierlei Herausforderungen, die es in der Kombination ganz schön in sich hatten:

  1. Viele von ihnen mussten ins Homeoffice wechseln

Was für kleine, hochgradig digitalisierte Unternehmen banal klingt, kann in großen Unternehmen, die mit ihren Digitalisierungsbemühungen erst am Anfang stehen, für erhebliche Verzögerungen sorgen.

Nehmen wir mal die Freigabe als Beispiel. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass in manchen Unternehmen noch mit Freigabemappen gearbeitet wird. Ja, wir sprechen von einer echten Mappe.

Bevor eine neue Kampagne online gehen kann, muss die Mappe z.B. durch Marketing und Sales, Supply Chain Management und die Rechtsabteilung wandern, damit die Inhalte von den verschiedenen Abteilungen abgesegnet werden können.

Man will sich gar nicht ausmalen, welche Auswirkungen der plötzliche Umstieg auf Homeoffice in solchen Fällen hatte.

  1. Die meisten Marketer mussten innerhalb kürzester Zeit komplett umplanen

Gerade Marketer waren in der Krise gefordert, schnell zu reagieren. Kampagnen mussten komplett neu geplant werden, und zwar nicht nur inhaltlich. Auch Zeitpläne und Budgets mussten angepasst werden.

Eine Riesenherausforderung für Marketingteams, die nicht mit einem digitalen Kampagnenplan arbeiten und womöglich alles in Excel umplanen müssen. Und zwar aus zwei Gründen: Zum einen ist ein starres Tool wie Excel beim Umplanen extrem mühsam, da z.B. die Neuformatierung schon unglaublich viel Zeit kostet.

Zeit, die man als Marketer in einer Krisensituation nicht hat.

Zum anderen erfordert die Planung von Kampagnen sehr viel Abstimmung zwischen allen Beteiligten. Teams, die ihre Marketingmaßnahmen nicht auf einer zentralen Plattform planen und abstimmen, schicken ohnehin bereits unzählige E-Mails hin und her. Der Umstand, dass plötzlich viele ins Homeoffice wechseln mussten, erhöhte den Abstimmungsaufwand ungemein.

Wer auf MRM-Software setzt, ist spätestens in Krisenzeiten klar im Vorteil

Genau hier kommt MRM-Technologie ins Spiel. Wer ein MRM-Tool nutzt, hat nämlich in der Krise definitiv die Nase vorne. Warum das so ist?

Nehmen wir wieder die Freigabe als Beispiel: Anstatt die Freigabemappe von Abteilung zu Abteilung zu reichen, wird der gesamte Freigabeprozess digital abgebildet. Somit ist nicht nur klar, wie der Prozess abläuft, sondern Freigaben und Korrekturen können einfach mittels eines Klicks angefordert und genehmigt werden.

Der gesamte Freigabeprozess kann somit nicht nur einfach online abgewickelt werden, sondern ist auch von Anfang bis zum Ende nachvollziehbar.

Auch Kampagnen und Budgets lassen sich mit MRM-Tools viel einfacher und schneller umplanen. Mal ganz abgesehen davon, dass das lästige Formatieren von Excel-Tabellen mit einem digitalen Marketingplan Geschichte ist, bietet moderne Marketingplanungssoftware noch einige andere Vorteile:

  • Erstens kann problemlos im Homeoffice gearbeitet werden, da es keine Probleme mit dem Zugriff gibt.
  • Zweitens kann weiterhin effizient im Team gearbeitet werden, da Aufgaben mittels To-dos verteilt werden und man sich so ganz schnell einen Überblick darüber verschaffen kann, wer gerade woran arbeitet.
  • Und drittens finden die Planung, Umsetzung und Auswertung von Kampagnen nicht mehr getrennt voneinander statt, sondern auf einer zentralen Plattform.

Sehen wir uns ein konkretes Beispiel aus der Praxis an:

Die internationale Investmentgesellschaft Invesco, die bereits seit einigen Jahren auf MRM-Software setzt, musste ihre Marketingaktivitäten aufgrund der Coronakrise komplett umplanen, da sich die Nachfrage der Anleger schlagartig änderte.

Mithilfe von MARMIND konnten geplante Marketingausgaben in der Höhe von mehreren Millionen Euro innerhalb von nur drei Tagen umverteilt werden.

One does not simply Meme zum Thema Marketingbudget planen

Mit Excel-Tabellen, so ist sich Paul Carruzzo, Head of EMEA Marketing Performance bei Invesco, sicher, hätte es mehrere Wochen gedauert, Marketingbudget in dieser Höhe umzuschichten. Und durch die vielen manuellen Schritte wären am Ende auch noch einige Zahlen falsch gewesen.

Mit dem richtigen MRM-Tool reagiert man nicht auf die Krise – man meistert sie

Alles schön und gut, mögen sich manche denken, doch wie hilft mir ein MRM-Tool, wenn in meiner Branche die Umsätze einbrechen?

MRM-Software kann zwar vieles, aber natürlich kann sie nicht verhindern, dass ganze Volkwirtschaften in eine Rezession schlittern.

Doch darum geht es nicht. Es geht darum, dass die richtigen Tools Unternehmen dabei helfen, den Überblick zu bewahren und letztendlich effizienter zu werden.

Wenn man sich, so wie bei Invesco, nicht wochenlang mit Excel-Tabellen herumschlagen muss, sondern millionenschwere Budgets innerhalb kürzester Zeit umschichten kann, bleibt den Marketingmitarbeitern mehr Zeit.

Mehr Zeit, um herauszufinden, wie sie auf veränderte Kundenbedürfnisse reagieren können. Mehr Zeit, um neue Kampagnen auf die Beine zu stellen. Oder mehr Zeit, um neue Kanäle und Formate auszuprobieren, wie so manche Einzelhändler in Deutschland, die auf Instagram-Sales und Livestreaming gesetzt haben.

Kurzum: Mehr Zeit, um nicht nur auf die Krise zu reagieren, sondern um sie zu meistern.

 

Tipp: Lesen Sie unseren Artikel “5 Gründe für Digitalisierung im Marketing in turbulenten Zeiten”